In dieser Woche bin ich zum ersten Mal zu Airbus nach Hamburg gefahren. Und das gleich zweimal.
Eine französische Spedition bringt regelmäßig Teile eines Flugzeugrumpfes zum Airbus Werk. Es handelt sich um das hintere, spitz zulaufende Ende des Flugzeug-Rumpfes. Alle anderen Teile sind für den Straßentransport zu groß und werden mit dem großen Beluga Transportflugzeug geflogen.
Unser Transport ist knapp 4,5 m breit, 4,5 m hoch und wiegt gerade einmal 30 Tonnen. So sind wir relativ flott unterwegs, solange wir nicht auf einen Bummler auflaufen.
Durch das Ruhrgebiet unterstützen uns zusätzlich zwei BF3+ Kollegen. Danach haben wir überwiegend dreispurige Autobahnen und die BF3+ verabschieden sich.
Bevor wir das Airbus-Werk erreichen, passieren wir eine längere, schmale Straße mit Gegenverkehr. Hier bekommen wir Unterstützung durch lokale BF4-Kollegen. Diese können mit einem Schlüssel die dortige Ampelanlage auf rot schalten und den Gegenverkehr für uns sperren.
Am Montag fahren wir mit zwei LKWs ab der niederländischen Grenze bei Bad Bentheim und sind nach gut 4 Stunden am Ziel.
Am nächsten Tag begleiten wir die LKWs wieder zurück. Sie haben dann zwar eine normale Breite, sind aber aufgrund der Höhe immer noch Begleitpflichtig.

Am Mittwoch fahren wir ab Straelen. Diesmal fahren wir in zwei Etappen und haben einen Tag Aufenthalt auf dem Rastplatz Lipperland.
Mir war ja schon vorher klar, dass ein Tag auf einem Rastplatz so ganz generell nicht besonders Interessant sein würde. Aber heute war es sehr heiß und die Klimaanlage in meinem Auto funktioniert nicht. Dazu gibt es hier so gut wie keinen Schatten. Schlafen ist unter diesen Bedingungen absolut unmöglich.
Zumindest kann ich mich mit meinem Liegestuhl unter ein kleines Bäumchen setzen und in meiner c’t lesen.
Aber mir wird an diesem Tag klar: die nächsten Male fahre ich ab und suche mir ein ruhiges, schattiges Plätzchen neben der Autobahn.
Da mein Motor im Stand laut Bordcomputer 1,2 … 1,5 Liter Diesel pro Stunde verbraucht, kostet das die Firma auch keinen Cent mehr.
Für die Rückfahrt an einem der heißesten Nachmittage des Jahres habe ich mir ein nasses Handtuch bereitgelegt. So kann ich mich während der Fahrt immer wieder abkühlen. Das ersetzt keineswegs die defekte Klimaanlage, aber es macht die Fahrt überhaupt erst möglich.
Die Zeit zwischen den Transporten verbringe ich im Nettetal. Dort gibt es einen gepflegten Parkplatz für Wanderer unter hohen Bäumen, wo ich gut stehen kann.

Am Nachmittag mache ich eine schöne Wanderung entlang der Nette durch das Naturschutzgebiet.

