Von Montag bis Mittwoch bekomme ich in der firmeneigenen Werkstatt einen neuen Kondensator (Kühler) für meine Klimaanlage.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll ich ab 3 Uhr einen Transport zu Airbus begleiten.
Also fahre ich Mittwoch Abend auf einen ruhigen Wander-Parkplatz in Eschweiler (nahe der Niederländischen Grenze) und lege mich um 21 Uhr aufs Ohr.
Um 23 Uhr reißt mich das Telefon aus dem Schlaf und ein Kollege teilt mir mit, dass der Transport für heute abgesagt ist.
Was nun? Wieder nach Hause fahren?
Ich mache erstmal die Schiebetür meines Sprinters auf und stelle fest, dass es draußen inzwischen dunkel geworden ist. Außerdem hat es sich angenehm abgekühlt und es kommt frische Luft herein.
Ich stehe direkt am Waldrand, vor meiner Tür sehe ich Glühwürmchen und am Boden raschelt ein Tier, vielleicht ein Igel. Ich liege dabei im Bett und lasse diese friedliche Szene auf mich wirken.
Und so schlafe ich wieder ein.
Nach etwa eineinhalb Stunden wache ich wieder auf.
Mir geht durch den Kopf: habe ich jetzt 1,5 Stunden auf einem einsamen Parkplatz am Waldrand bei offener Schiebetür tief und fest geschlafen?
Geplant war das so nicht. Passiert ist zum Glück auch nichts.
Für den Rest der Nacht habe ich die Tür dann wieder geschlossen.
Am Donnerstag Mittag kam dann die Info von der Dispo, dass keine Transporte für mich mehr anstehen und ich bin wieder nach Hause gefahren.
