Heute soll um 12 Uhr ein Kühlhaus nach Bayern gebracht werden. Solch ein „Container“-Kühlhaus habe ich schon einmal begleitet. Damals war es mein erster Auftrag, den ich komplett alleine durchführen musste und wurde eine meiner schönsten Touren.
Beim letzten Mal war bei meiner Ankunft der LKW bereits beladen und der Fahrer begrüßte mich fröhlich.
Diesmal ist noch kein LKW da. Ein Mitarbeiter der Firma versichert mir jedoch, dass ich richtig sei und der Transport auch stattfindet.
Dann kommt der LKW. Zunächst ist die Stimmung etwas angespannt, weil sich die Mitarbeiter der Firma und der LKW Fahrer nicht ganz über das Vorgehen der Verladung einig sind. Die Mitarbeiter setzen sich durch. Für sie ist die Verladung dieser Container Routine, alles läuft reibungslos und zunehmend wird dann auch die Laune wieder gut.
Das Kühlhaus ist mit beinahe 4 m Breite alles andere als klein, lässt sich jedoch gut begleiten. Meist können wir einspurig fahren und da es nicht so schwer ist, sind wir flott unterwegs.
Abends um 20:30 Uhr kommen wir in Feuchtwangen an. Ein freundlicher Mitarbeiter begrüßt uns und öffnet das Tor, sodass der LKW über Nacht dort stehen kann. Am nächsten Morgen kommt ein Kran und wird ihn entladen.
Ich will heute mal nicht auf einen einsamen Parkplatz, sondern mir das Städtchen ansehen. Also steuere ich einen großen, zentralen Parkplatz im Stadtzentrum an.
Nach dem Abendessen gehe ich eine ausgedehnte Runde durch das historische Zentrum von Feuchtwangen. Als Ruhrgebietler komme ich mir vor, wie in einem Märchenfilm. Schmale Gassen mit Kopfsteinpflaster, die Häuser stehen verwinkelt. Der milde Spätsommer-Abend ist perfekt für so einen Stadtbummel.

Nach dem Frühstück bin ich nochmal in die Stadt gegangen und habe dabei auch einen Blick in die drei sehr unterschiedlich gestalteten Kirchen werfen können.
Ich habe es nicht in der Hand, wohin mich mein nächster Auftrag bringt. Aber bisher waren immer wieder sehr schöne und interessante Gegenden dabei.
Am Nachmittag fahre ich zwei Stündchen in einen Windpark bei Nürnberg. Von dort werden drei Segmente eines Kran-Gittermastes zurück zum Hersteller gefahren.
Mein Kollege hat mit den Fahrern bereits besprochen, dass der Transport um 22 Uhr startet und nicht, wie in meinem Auftrag steht, um 20 Uhr. So kann ich mich nach dem Abendbrot noch 2 Stunden hinlegen. Richtig geschlafen habe ich wohl nicht, dafür kreist noch zu viel in meinem Kopf.

Das Windrad hat eine Nabenhöhe von 143 m, der Kran für den Aufbau muss somit noch höher sein. Eines der Segmente wiegt 10 Tonnen. Der aufgebaute Kran kann 500 Tonnen und mehr wiegen.
Fahren lassen sich die 3,50 m breiten Kranteile gut, vergleichbar mit dem Kühlhaus. Auf der Autobahn können wir meist einspurig fahren, sodass man uns überholen kann. Wir finden für unsere 45 Minuten Pause sogar Platz auf einem Rasthof.
Um kurz vor 5 Uhr kommen wir in Zweibrücken an. Nach einem Telefonat über die Gegensprechanlage öffnet sich kurze Zeit später das Tor und die LKWs können sich auf das Werksgelände stellen.
Ich sehe auf der Karte nebenan riesige Parkflächen eines Outlet-Stores. Die fahre ich an und kann doch dann am Vormittag mal in den Store schauen.
Die größte Parkfläche ist abgesperrt, die kleineren sind videoüberwacht.
Na, dann eben nicht.
Ein paar Meter weiter ist ein Pendlerparkplatz, da kann ich gut stehen.
Am Morgen sind draußen 7 °C und im Auto 16 °C. Noch aus dem Bett heraus schalte ich meine Diesel-Standheizung ein und habe nach wenigen Minuten gemütliche 20 °C.
Da keine weiteren Aufträge anliegen, fahre ich nach dem Mittag nach Hause.
Freitag Morgen sammle ich dann meinen Kollegen an der Firma ein und wir fahren zusammen zu Schumotec, um ein neues BF3-Fahrzeug für unsere Firma abzuholen. Da soll nochmal jemand sagen, die Autos sähen alle gleich aus.

Ich lasse mir für mein Fahrzeug noch ein paar Teile geben, z.B. Ersatz LED-Deckenleuchten für meinen Wohnbereich. Da sind in den Lampen teils einzelne LEDs defekt, einige Lampen flackern.
Am Wochenende habe ich bereits den Lötkolben geschwungen und die schlimmsten Lampen direkt ausgetauscht.

