KW 28: Vier Silos in einer Vollsperrung, Fahrsicherheitstraining

Wir sind zu vier Begleitern und mit vier Silos für Kunststoffgranulat auf dem Weg vom Selfkant (Niederländische Grenze) nach Coburg. Nach gerade einmal 110 km werden wir durch eine Vollsperrung auf der A61 aufgehalten.

Nun dürfen Schwertransporte nicht einfach von der genehmigten Route abweichen und eine Umleitung fahren. Also stellen sie sich hinter die Absperrfahrzeuge. Da trifft man dann auf zahlreiche andere Schwertransporte und auch auf einen Kollegen aus unserer Firma, der mit einem anderen Transport unterwegs ist. Diese 4,60 m breite Kiste soll mir später noch einmal begegnen.
Weil auch nicht abzusehen war, dass die Sperrung bald wieder aufgehoben würde, legen wir uns aufs Ohr.

Am Morgen dann klopft ein freundlicher Herr in Orange an meine Tür und teilt mit, dass es in 5 bis 10 Minuten weiter gehen kann.

Das ist schön, dann kann ich mich noch flott waschen und umziehen.

Ein Blick nach vorne verrät mir kurz darauf, dass da bereits niemand mehr ist. Also flott im Schlafanzug auf den Fahrersitz, den Motor gestartet und los.
Meine erfahrenen Kollegen sagten mir später, dass das immer so ist. Wenn es losgeht, dann gehts schnell.

Weit ging es aber nicht. Da wir tagsüber nicht fahren dürfen, haben wir die LKWs auf dem nächsten Rastplatz (Peppenhoven) abgestellt.
Den Rastplatz habe ich kurz darauf verlassen und mich auf einen Parkplatz in einem ehemaligen, kleinen Steinbruch gestellt. Dort konnte ich noch etwas durch den Wald gehen und für die kommende Nacht vorschlafen.

Um 20 Uhr geht es dann weiter. Da wir bei der ersten Etappe nicht weit gekommen sind, steht uns nun eine lange Nacht bevor. Als wir unser Ziel erreichen, ist es bereits wieder hell.

Donnerstag begleite ich einen Transport zu Airbus nach Hamburg. Diese Transporte sind angenehm zu fahren, aber es passiert auch nicht viel, worüber ich hier berichten könnte.

Am Samstag führt unsere Firma ein Fahrsicherheitstraining in Selm durch.
Es ist interessant zu testen, wie sich das Fahrzeug bei Kurvenfahrten oder Slalom mit eingeklappter und aufgestellter WVZ verhält.
Beeindruckt hat mich das Bremsverhalten. Ich kann auf nasser Fahrbahn bei einer Vollbremsung lenken, ohne dass das Fahrzeug ausbricht und ich die Kontrolle verliere. Die heutigen Stabilisierungs-Systeme zeigen dafür eine spürbare Unterstützung.

Ich habe nach dem Training ein viel besseres Gefühl, was ich dem Fahrzeug im Notfall zumuten kann.

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